Steigende Sozialausgaben belasten Stadt-Finanzen
Der Entwurf des Doppelhaushaltes 2026/2027 wird jetzt in elf Fachausschüssen sowie allen 19 Ortsbeiräten beraten. In den kommenden Jahren werden die städtischen Ausgaben die Einnahmen deutlich übersteigen. Für den Ergebnishaushalt wird im Jahr 2026 mit einem Minus von 76,3 Mio. Euro gerechnet, 2027 soll das Defizit sogar 87,6 Mio. Euro betragen.
„In diesem Jahr wird fast keine Stadt in Deutschland mehr einen echten ausgeglichenen Haushalt vorlegen können“, so Finanzsenator Dr. Chris von Wrycz Rekowski. Auch die Rostock erlebt eine rasante Verschlechterung der finanziellen Lage. Während in den vergangenen 17 Jahren durch regelmäßige Überschüsse Altschulden in Höhe von rund 220 Mio. Euro abgebaut werden konnten, kehrt sich diese Entwicklung nun drastisch ins Gegenteil um.
Trotz der verschlechterten Rahmenbedingungen sieht der Haushaltsentwurf im investiven Teil vor, bestehende Vorhaben und neue Projekte weiter zu ermöglichen. Hierfür wurden 160,7 Mio. Euro für 2026 veranschlagt und sogar 198,6 Mio. Euro für 2027. Finanziert werden sollen diese aus Fördermitteln und Zuweisungen Dritter sowie aus Kreditaufnahmen, außerdem im Fall des Theaterneubaus auch aus Grundstücksveräußerungen.
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